Gabi und Achim

gabiundachim

Gabi (Jg. 1964) und Achim (Jg. 1965)
zusammenlebend, Lünen

Gabi erzählt:

1993 hab ich in der Türkei Carmen und Steffen, ein Päarchen aus der Pfalz, kennen gelernt. Wir haben uns sporadisch geschrieben. Bis wir dann ab 1996 angefangen haben, uns zu besuchen.

Im August 1998 bin ich nur widerwillig in die Pfalz übers Wochenende gefahren. Ich war sehr geschlaucht von der Arbeit, hatte keine so rechte Lust und mir ging es auch nicht so gut. Ich war total unmotiviert.

In der Pfalz angekommen teilte man mir mit, dass Steffens Bruder Achim auch auf dem Weinfest wäre, zu dem wir gehen wollten, und er von seiner Frau (mit den beiden Kindern) verlassen wurde und eigentlich auch nicht so gut drauf wäre. Carmen und Steffen haben ihm von mir erzählt und, wie Pfälzer nun mal so sind, hat er frech nachgefragt, ob er zu mir auch mal sagen könnte „du blöde Kuh“ oder so (nur um zu wissen ob ich eher der lockere oder verkrampfte Typ Frau wäre).

Wir trafen uns zuerst bei seiner Schwester mit allen zusammen in Mörzheim um dort zum Weinfest zu gehen. Dort zeigte sich ‚uns Achim‘ schon von seiner besten Seite. War frech und anmaßend und hatte sicherlich nicht seine besten Sachen an…

Beim Weinfest ging es dann weiter und nach einem Schoppen Weinschorle (ich vertrag einfach keinen Alkohol) war ich ein wenig beschwipst und wir neckten uns. Irgendwann nach Mitternacht (er behauptet immer es wäre davor gewesen, deshalb hat er als Kennenlern-Datum den 21. und ich den 22.8.98)  küssten wir uns dann auch.

Sein Bruder Steffen und seine damalige Lebensgefährtin Carmen waren vollauf begeistert und konnten es kaum fassen.

Von da an begann eine Beziehung auf Distanz. Zwei Jahre lang sind wir am Wochenende immer hin und her gependelt. Es war eine nicht ganz leichte Zeit.

Meine Erkrankung kam immer mehr zum Vorschein, ich hatte einen neuen Job, seine zänkische Exfrau und die Kinder. Es war alles ganz schön viel…

Aber auch das haben wir gemeistert.

15. März 2004